Meran: Weit mehr als Thermen und Blütenpracht

Meran ist der Hauptort des Burggrafenamtes, doch weit mehr als das eine Kurstadt mit langer Tradition. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts schätzt man das mediterrane Klima und setzt auf die Heilkraft von Wasser, Trauben und Molke. Bald schon trifft sich hier die Haute Volée des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs.

Man flaniert damals durch die langen Lauben der Stadt, nutzt die Passerpromenade, um auch im Winter ein paar wohlige Sonnenstrahlen zu genießen und im Kurhaus, dem von Architekt Friedrich Ohmann geschaffenen, wunderschönen Jugendstilbau gehen Franz Kafka, Gottfried Benn oder Kaiserin Sissi ein und aus.

Es ist wohl in erster Linie seine Lage, der Meran ihren Reiz zu verdanken hat. Umrahmt von hohen Bergen liegt die Stadt in einem nur nach Süden hin offenen Talkessel, in den milde Luft einströmt und so für ein unvergleichliches Klima sorgt – und für den einzigartigen Mix aus Palmen und schneebedeckten Gipfeln.

Die Therme Meran

Der langen Tradition als Kurstadt ist Meran bis heute treu geblieben. So gilt die Therme am Passerufer, direkt gegenüber dem Kurhaus, nach wie vor als eine der großen Attraktionen der Stadt. Auf einer Fläche von 7650 Quadratmetern finden hier nicht weniger als 25 Becken und Saunen Platz.

Doch es ist nicht nur die Ausstattung der Therme, sondern auch die lange Tradition, auf die diese moderne Anlage zurückblicken kann. So wurde schon 1836 eine erste Thermalanlage in Meran eröffnet. Kein Wunder also, dass die Therme Gäste aus nah und fern anzieht.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Neben seiner Kurtradition verdankt Meran seinen Ruf auch der Blütenpracht, die hier Jahr für Jahr dank des milden Klimas hervorschießt. Man kann sie in der ganzen Stadt bewundern, am besten allerdings in den 12 Hektar umfassenden Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die am nordöstlichen Stadtrand an der Straße nach Schenna angelegt worden sind.

Namensgebend ist das Schloss, in dem Kaiserin Sissi ihre Kuraufenthalte in Meran verbracht hat und das heute das Touriseum beherbergt, ein ebenso kurzweiliges wie informatives Museum zur Südtiroler Tourismusgeschichte.

Wie kommt man nach Meran?

Vom Hotel Weingarten nach Meran zu kommen, ist einfach. Nach der Ausfahrt aus dem Parkplatz biegt man nach rechts Richtung Bozen ab und folgt der Überetscher Straße bis zur Kreuzung mit der Schnellstraße MeBo. Auf dieser fährt man Richtung Meran und ist in rund 25 Minuten am Ziel.

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